in 🇩🇪 Deutschland

Gymnasium

Gymnasium 2025

Gymnasium in Deutschland vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung, die Schüler auf das Abitur und ein späteres Studium vorbereitet. Es ist die anspruchsvollste der weiterführenden Schulformen und richtet sich an Schüler mit einer akademischen Begabung. Der Bildungsgang umfasst in der Regel acht bis neun Schuljahre und endet mit dem Abitur, der allgemeinen Hochschulreife.

Aufbau und Dauer

Das Gymnasium erstreckt sich über die Klassenstufen 5 bis 12 (oder 13) und gliedert sich in die Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) und die Sekundarstufe II (Klassen 11 und 12/13). Nach der 10. Klasse haben Schüler die Möglichkeit, einen mittleren Schulabschluss zu erwerben, jedoch zielt das Gymnasium primär auf den Abschluss mit dem Abitur ab. Je nach Bundesland variiert die Dauer der gymnasialen Ausbildung zwischen acht (G8) und neun Jahren (G9).

Fächerangebot und Schwerpunktsetzung

Das Fächerangebot am Gymnasium ist breit gefächert und umfasst sowohl sprachliche, mathematisch-naturwissenschaftliche als auch gesellschaftswissenschaftliche Fächer. Häufig gibt es die Möglichkeit, Schwerpunkte in bestimmten Bereichen zu setzen, wie z.B. in Naturwissenschaften, Sprachen oder den musischen Fächern. In den letzten Jahren der gymnasialen Oberstufe wählen Schüler Leistungskurse, die intensiver behandelt werden als die Grundkurse.

Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung erfolgt in der Sekundarstufe I in Form von Noten auf Basis schriftlicher Arbeiten, mündlicher Mitarbeit und anderen fachspezifischen Leistungen. In der Sekundarstufe II wird das Punktesystem angewendet, das die Leistungen in den Grund- und Leistungskursen bewertet. Diese Punktzahl fließt in die Abiturnote ein, die wiederum aus den Leistungen der letzten beiden Schuljahre und den Ergebnissen der Abiturprüfungen berechnet wird.

Abitur

Das Abitur ist der höchste schulische Abschluss in Deutschland und Voraussetzung für den Zugang zu Universitäten und vielen Fachhochschulen. Die Abiturprüfung besteht aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen in verschiedenen Fächern, die je nach Bundesland und individueller Fächerwahl variieren. Die erreichte Punktzahl entscheidet über die Abiturnote und somit auch über die Zugangsmöglichkeiten zu verschiedenen Studiengängen, insbesondere bei zulassungsbeschränkten Fächern wie Medizin oder Jura.

Übergang auf das Gymnasium

Der Übergang auf das Gymnasium erfolgt in der Regel nach der vierten Klasse der Grundschule. Die Empfehlung der Grundschule, die auf den Leistungen und der Einschätzung der Lehrer basiert, ist hierbei entscheidend. In einigen Bundesländern sind auch standardisierte Tests oder Auswahlverfahren Teil des Übergangsprozesses. Eltern haben grundsätzlich das Recht, über die Schulform ihrer Kinder mitzuentscheiden, auch wenn die Empfehlung nicht für das Gymnasium ausfällt.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Struktur des Gymnasiums unterscheidet sich teilweise von Bundesland zu Bundesland. Dies betrifft sowohl die Dauer des Bildungsgangs (G8 oder G9) als auch die Inhalte und Schwerpunkte der gymnasialen Ausbildung. Einige Länder bieten spezielle Profile wie das Musikgymnasium oder das Sportgymnasium an. Zudem gibt es Unterschiede in der Bewertung und im Ablauf der Abiturprüfungen, da Bildungspolitik in Deutschland Ländersache ist.

Gymnasium und andere Schulformen

Das Gymnasium stellt im deutschen Schulsystem die anspruchsvollste der weiterführenden Schulen dar. Daneben gibt es die Realschule, die Hauptschule und die Gesamtschule, die jeweils unterschiedliche Bildungswege und -abschlüsse bieten. Das Gymnasium ist die einzige Schulform, die direkt zum Abitur führt. Ein Wechsel von anderen Schulformen auf das Gymnasium ist grundsätzlich möglich, jedoch an bestimmte schulische Leistungen gebunden.

Förderung und Nachhilfe

Da das Gymnasium hohe Anforderungen an die Schüler stellt, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, wie z.B. Förderkurse in bestimmten Fächern oder schulische Beratungsangebote. Nachhilfe ist ebenfalls eine verbreitete Methode, um Schülern bei Schwierigkeiten zu helfen. Zudem bieten viele Gymnasien Austauschprogramme und Projektwochen an, die zur individuellen Förderung der Schüler beitragen.

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