Haftpflichtversicherung zur Absicherung bei Schäden
Die private Haftpflichtversicherung ist in Deutschland keine Pflichtversicherung, aber eine der wichtigsten freiwilligen Versicherungen. Sie schützt vor finanziellen Belastungen, wenn die versicherte Person Schäden an fremdem Eigentum oder gegenüber Dritten verursacht. Angehende Auszubildende sind bis zum Ausbildungsbeginn oft über die Familienhaftpflichtversicherung der Eltern mitversichert. Eine eigene Haftpflichtversicherung ist dann erforderlich, wenn die Familienversicherung nicht mehr greift, etwa wenn ein eigener Haushalt gegründet wird.
Berufsunfähigkeitsversicherung für den Notfall
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann Auszubildende vor den finanziellen Folgen einer Erwerbsunfähigkeit schützen, die durch Krankheit oder Unfall entstehen kann. Da junge Menschen ein vergleichsweise niedriges Risiko und oft geringe Beiträge haben, ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung vor der Ausbildung sinnvoll. Die Versicherer fordern meist eine Gesundheitsprüfung an, um die Beiträge und das Risiko individuell festzulegen.
Unfallversicherung für Freizeitunfälle
Während Auszubildende im Beruf und auf dem Weg zur Arbeit gesetzlich unfallversichert sind, deckt diese Versicherung keine Unfälle in der Freizeit ab. Eine private Unfallversicherung kann dieses Risiko abfangen, indem sie finanzielle Unterstützung bei schweren Unfällen und deren Folgekosten bietet. Sie ist insbesondere dann ratsam, wenn der Auszubildende in der Freizeit Sportarten mit höherem Verletzungsrisiko betreibt.
Hausratversicherung bei eigenem Haushalt
Für Auszubildende, die bereits vor Ausbildungsbeginn eine eigene Wohnung beziehen, ist eine Hausratversicherung sinnvoll. Diese Versicherung schützt das Hab und Gut im Falle von Schäden durch Feuer, Wasser, Einbruchdiebstahl oder Sturm. Solange der Auszubildende bei den Eltern wohnt, ist er meist über deren Hausratversicherung mitversichert.
Rechtsschutzversicherung für rechtliche Unterstützung
Eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein, um im Streitfall die Kosten für Anwälte und Gerichtsverfahren abzudecken. Dies kann z.B. für arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen wichtig sein. Für angehende Auszubildende bieten Versicherer oft spezielle Tarife für Berufseinsteiger an. Eine Rechtsschutzversicherung kann in verschiedenen Bereichen abgeschlossen werden, wie Verkehrsrechtsschutz oder Arbeitsrechtsschutz.
Krankenhauszusatzversicherung für erweiterte Leistungen
Obwohl Auszubildende durch die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert sind, bietet eine Krankenhauszusatzversicherung ergänzende Leistungen wie Einbettzimmer und Chefarztbehandlung an. Sie ist besonders für Personen sinnvoll, die im Krankheitsfall Wert auf besondere Leistungen legen. Die Beiträge sind meist individuell festgelegt und hängen vom Eintrittsalter und Gesundheitszustand ab.
Formale Schritte für den Versicherungsabschluss
Vor dem Abschluss einer Versicherung sollten angehende Auszubildende Versicherungsangebote vergleichen und prüfen, ob eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen und privaten Krankenversicherungen wird oft eine Gesundheitsprüfung verlangt, die den Versicherungsbeitrag beeinflusst. Der Vergleich hilft, das passende Preis-Leistungs-Verhältnis für die jeweilige Situation zu finden.
Beratung durch Versicherungsberater
Da die Auswahl der Versicherungen von individuellen Bedürfnissen abhängt, ist eine Beratung durch einen Versicherungsberater oder Makler ratsam. Dieser kann die spezifische Situation und Anforderungen analysieren und Versicherungen passend zur geplanten Ausbildung empfehlen. Unabhängige Berater können zudem einen Überblick über die Versicherungsangebote verschiedener Anbieter bieten.
Prüfung bestehender Versicherungen im Elternhaus
Viele Versicherungen, wie die Haftpflicht- oder Hausratversicherung, bieten Mitversicherung für Familienmitglieder an. Es ist sinnvoll, vor dem Ausbildungsbeginn zu prüfen, ob der Auszubildende durch bestehende Versicherungen der Eltern ausreichend abgesichert ist, um möglicherweise doppelte Kosten zu vermeiden.