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Mobbing

Mobbing während Ausbildung 2025

Mobbing in der Ausbildung kann den Lern- und Arbeitsprozess erheblich beeinträchtigen und sich negativ auf die psychische Gesundheit der Betroffenen auswirken. Maßnahmen zur Prävention, rechtliche Unterstützung und Beratungsmöglichkeiten bieten Azubis in Deutschland Schutz und Hilfe.

Was ist Mobbing in der Ausbildung?

Mobbing in der Ausbildung bezeichnet systematisches, wiederholtes Schikanieren, Ausgrenzen oder Erniedrigen einer Person am Ausbildungsplatz. Für Azubis kann dies durch Vorgesetzte, Kollegen oder andere Lernende geschehen. Typische Mobbing-Handlungen umfassen verbale Angriffe, ständige Kritik, das Verbreiten von Gerüchten oder das Verhindern von Weiterbildungsmöglichkeiten. Betroffene Azubis erleben häufig erheblichen Stress und Leistungsdruck, was ihre Ausbildungserfolge gefährden kann.

Arten von Mobbing in der Ausbildung

Mobbing in der beruflichen Ausbildung kann auf verschiedene Weisen erfolgen: emotionales Mobbing wie ständige abwertende Kommentare, soziales Mobbing durch Ausschluss aus Gruppen und Aktivitäten, oder auch cybermobbing, das über soziale Medien stattfindet. In manchen Fällen üben Vorgesetzte oder Ausbilder gezielt Druck aus, um Azubis zu entmutigen. Das Ziel ist meist, die betroffene Person zu demotivieren oder aus der Ausbildungsstätte zu drängen.

Ursachen und Motive von Mobbing

Die Ursachen für Mobbing in der Ausbildungszeit sind vielfältig. Häufig sind Konkurrenzdenken, persönliche Konflikte, oder Machtmissbrauch ausschlaggebend. In Teams mit hohem Leistungsdruck und wenig Zusammenarbeit entsteht Mobbing oft, wenn Einzelpersonen Schwächen zeigen oder sich von der Gruppe abheben. Auch können Faktoren wie ethnische Herkunft, Geschlecht oder das Alter eines Azubis Mobbing begünstigen.

Gesetzlicher Schutz und Rechte der Azubis

In Deutschland sind Auszubildende gesetzlich gegen Mobbing geschützt. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dürfen Ausbilder und Arbeitgeber keine Diskriminierung oder Belästigung tolerieren. Azubis haben das Recht auf ein gesundes Arbeitsumfeld, in dem ihre Würde respektiert wird. Wenn Mobbing auftritt, können sie sich an den Betriebsrat oder Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden. In schwerwiegenden Fällen ist auch eine Anzeige bei der Polizei oder eine Klage beim Arbeitsgericht möglich.

Prävention von Mobbing in Ausbildungsbetrieben

Um Mobbing vorzubeugen, ist eine klare Unternehmenskultur notwendig, die Respekt und Zusammenarbeit fördert. Viele Ausbildungsbetriebe setzen auf Schulungen und Konfliktmanagement-Programme, um ein gesundes Arbeitsklima zu schaffen. Die Führungskräfte spielen hierbei eine Schlüsselrolle, da sie durch aktives Eingreifen Mobbing verhindern können. Azubis sollten zudem zu Beginn ihrer Ausbildung über ihre Rechte und Anlaufstellen informiert werden.

Hilfe und Unterstützung für Betroffene

Betroffene Azubis können sich an verschiedene Beratungsstellen wenden, die ihnen bei der Bewältigung der Situation helfen. Organisationen wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) oder die Handwerkskammer bieten Beratungsdienste an. Darüber hinaus gibt es spezialisierte Mobbingberatungsstellen, die sich auf die Betreuung von Mobbingopfern konzentrieren. Psychologische Unterstützung kann auch über den Ausbildungsbetrieb oder über Krankenkassen in Anspruch genommen werden.

Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

In Deutschland existieren zahlreiche Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, die Azubis in Mobbing-Situationen unterstützen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing e.V. sowie lokale Beratungsstellen bieten Informationen und Unterstützung. Selbsthilfegruppen ermöglichen Betroffenen zudem den Austausch mit anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, was oft einen wichtigen Schritt zur Verarbeitung darstellt.

Was tun im Ernstfall?

Wenn Azubis Mobbing erleben, sollten sie die Vorfälle dokumentieren und, wenn möglich, vertrauenswürdige Kollegen oder Vorgesetzte einweihen. Ein frühzeitiges Ansprechen der Probleme kann helfen, Missverständnisse zu klären. Falls das Mobbing fortdauert, ist es ratsam, sich an den Betriebsrat oder externe Beratungsstellen zu wenden, um professionelle Unterstützung zu erhalten und rechtliche Schritte zu erwägen.

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