Wohnen bei den Eltern
Viele Auszubildende entscheiden sich aus finanziellen Gründen dafür, während der Ausbildung bei ihren Eltern zu wohnen. In diesem Fall entstehen keine zusätzlichen Mietkosten, was für Azubis mit niedrigem Einkommen vorteilhaft sein kann. Allerdings kann der Arbeitsweg in diesem Fall länger sein, je nachdem, wo sich der Ausbildungsbetrieb befindet.
Eigene Wohnung
Auszubildende, die unabhängig wohnen möchten, können sich für eine eigene Wohnung entscheiden. Dies ist oft mit hohen Kosten verbunden, insbesondere in Großstädten. Neben der Miete müssen Azubis auch für Nebenkosten wie Strom, Wasser und Internet aufkommen. Viele Vermieter verlangen zudem eine Mietkaution, die meist zwei bis drei Monatsmieten beträgt. Ein wichtiger finanzieller Aspekt für Azubis in dieser Wohnsituation ist die Möglichkeit, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) zu beantragen, falls die eigenen Mittel nicht ausreichen.
Wohngemeinschaft (WG)
Eine weitere Möglichkeit für Auszubildende ist das Wohnen in einer Wohngemeinschaft (WG). Dabei teilt man sich eine Wohnung mit mehreren Personen, was die Mietkosten reduziert. Neben der finanziellen Ersparnis bietet eine WG auch soziale Vorteile, da das Zusammenleben den Alltag erleichtern kann. Jedoch erfordert diese Wohnform auch Kompromissbereitschaft, da Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad geteilt werden.
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kann von Auszubildenden beantragt werden, die nicht bei ihren Eltern wohnen und deren Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um die Wohnkosten zu decken. Die Höhe der BAB richtet sich nach der Höhe des Einkommens der Eltern sowie dem eigenen Verdienst. BAB kann sowohl für die Mietkosten als auch für andere lebensnotwendige Ausgaben genutzt werden. Wichtig ist, dass die Ausbildungsstätte anerkannt und förderfähig ist, damit der Antrag genehmigt wird.
Wohnheime für Auszubildende
In einigen Städten gibt es spezielle Wohnheime für Auszubildende, die kostengünstige Unterkünfte anbieten. Diese Wohnheime bieten in der Regel möblierte Zimmer sowie Gemeinschaftsräume, die von allen Bewohnern genutzt werden können. Die Kosten sind in der Regel niedriger als bei einer eigenen Wohnung, und oft sind auch Nebenkosten wie Strom und Internet bereits in der Miete enthalten. Diese Wohnform ist besonders attraktiv für Azubis, die aus anderen Städten kommen und eine erschwingliche Wohnlösung suchen.
Wohngeld
Auszubildende, die kein Anrecht auf BAB haben, können unter bestimmten Voraussetzungen Wohngeld beantragen. Dieses staatliche Zuschussprogramm hilft Personen mit niedrigem Einkommen dabei, ihre Mietkosten zu decken. Ob ein Azubi Wohngeld erhält, hängt von der Höhe der Ausbildungsvergütung und den Wohnkosten ab. Es muss individuell beantragt werden und wird nach Prüfung der finanziellen Verhältnisse bewilligt.
Nebenjobs zur Finanzierung
Einige Azubis nehmen einen Nebenjob an, um ihre Wohnkosten während der Ausbildung zu decken. Besonders in teureren Städten kann ein Nebenjob notwendig sein, um sich eine eigene Wohnung oder ein WG-Zimmer leisten zu können. Die Nebentätigkeit darf jedoch nicht die Ausbildungszeit beeinträchtigen und sollte in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb erfolgen. Zusätzlich müssen die Verdienstgrenzen beachtet werden, um Steuer- und Sozialabgaben zu vermeiden.