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Duales Studium

Duales Studium 2025

Ein duales Studium in Deutschland kombiniert ein Hochschulstudium mit längeren Praxisphasen in einem Unternehmen. Die Studenten wechseln zwischen Theoriephasen an einer Hochschule und praktischen Phasen im Betrieb. Am Ende erlangen sie sowohl einen akademischen Grad als auch praktische Berufserfahrung.

Verbindung von Theorie und Praxis

Das duale Studium zeichnet sich durch die enge Verzahnung von theoretischem Wissen und praktischen Erfahrungen aus. Die Theoriephasen finden an einer Hochschule oder Berufsakademie statt, wo die Studenten die fachlichen Grundlagen ihres Studienfachs lernen. Die Praxisphasen im Unternehmen ermöglichen es, dieses Wissen direkt anzuwenden und praktische Fertigkeiten zu entwickeln. Durch diesen Wechsel zwischen Hochschule und Betrieb wird ein direkter Bezug zur beruflichen Praxis hergestellt.

Studienmodelle

Es gibt verschiedene Modelle des dualen Studiums: das ausbildungsintegrierte, praxisintegrierte und berufsintegrierte Modell. Beim ausbildungsintegrierten Modell erwerben die Studenten zusätzlich zum Bachelor-Abschluss auch einen anerkannten Berufsabschluss in einem Ausbildungsberuf. Das praxisintegrierte Modell beinhaltet längere Praxisphasen, ohne dass ein Berufsausbildungsabschluss erworben wird. Beim berufsintegrierten Modell richtet sich das duale Studium an Berufstätige, die ihre berufliche Tätigkeit mit einem Studium kombinieren.

Vergütung und Finanzierung

Im dualen Studium erhalten die Studenten eine Vergütung vom Unternehmen. Diese richtet sich nach dem jeweiligen Studienmodell und den branchenspezifischen Tarifen. Die Vergütung deckt meist die Lebenshaltungskosten und kann, je nach Vertrag, auch die Studiengebühren abdecken. Die Höhe der Vergütung steigt oft im Laufe des Studiums. Zudem besteht die Möglichkeit, Bafög oder andere staatliche Unterstützungen zu beantragen.

Unternehmensbindung

Ein duales Studium erfordert die enge Zusammenarbeit mit einem Unternehmen. Die Studenten schließen einen Ausbildungsvertrag oder einen Praxisvertrag mit dem Unternehmen ab, das sie während des gesamten Studiums begleitet. Dadurch sind sie von Anfang an in die betrieblichen Abläufe eingebunden. Oft besteht eine enge Bindung an das Unternehmen, und es gibt eine hohe Übernahmequote nach dem Studium.

Abschlüsse und Anerkennung

Das duale Studium führt in der Regel zu einem Bachelor-Abschluss, der staatlich anerkannt ist. In einigen Modellen erhalten die Absolventen zusätzlich einen Berufsabschluss. Die Studiengänge sind meist auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt und beinhalten daher praxisnahe Inhalte. Durch die Kombination von Studium und Berufserfahrung haben Absolventen des dualen Studiums oft bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Zulassung zu einem dualen Studium ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife erforderlich. Zusätzlich müssen die Studenten einen Ausbildungsvertrag oder einen Praxisvertrag mit einem Unternehmen vorweisen. Unternehmen wählen die Studenten nach ihren eigenen Kriterien aus, oft sind gute schulische Leistungen, praktische Vorerfahrungen oder ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch entscheidend.

Berufsperspektiven nach dem Studium

Die Berufsaussichten nach einem dualen Studium sind sehr gut, da die Absolventen sowohl über einen akademischen Abschluss als auch über umfangreiche Berufserfahrung verfügen. Viele Unternehmen übernehmen die dualen Studenten nach dem Studium in ein festes Arbeitsverhältnis. Zudem stehen den Absolventen weiterführende Studienmöglichkeiten wie ein Master-Studium offen. Das duale Studium gilt als besonders praxisorientiert und bereitet optimal auf den Einstieg in den Beruf vor.

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